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Geschichte


Dorfgeschichte von den Anfängen der Besiedlung bis zur Gegenwart

Die Uckermark wurde schon 3000 v. u. Z. als Lebens- und Siedlungsraum genutzt, wie zahlreiche Bodenfunde belegen. Nach dem Rückzug germanischer Stämme wanderten um 400 n. Chr. slawische Völkerschaften in das Gebiet der Ukranen - heute Uckermark - ein.
Seit 1100 gehört die Uckermark zu Pommern. Die deutsche Besiedlung beginnt etwa 1120.

Bereits 1261 wird die Burg Greiffenberg in historischen Schriften genannt.
Der Ort ist erstmals 1306 urkundlich erwähnt. Günterberg stand zu dieser Zeit unter der Herrschaft derer von Greiffenberg.
1375 waren 64 Hufen in Günterberg, die sich verschiedene Eigentümer teilten. Den größten Teil
         besaßen die Brüder Giseke, Bertram und Reinhold von Greiffenberg und ihr Verwandter
         Janemann, auch Mönche aus Chorin und die Angermünder Bürger Sack und Briest waren
         begütert.
1427  fiel Günterberg dem Herzog von Pommern zu, wurde 1446 doch wieder brandenburgisch.
1473  Dorf und Mühle sind im Landbuch Kaiser Karls IV. erwähnt.
1578  gab es in der Gemeinde 17 Bauern, 22 Kossäten (Kleinbauern, Tagelöhner), 1 Müller mit einem
         Mühlenrad , 1 Schmied, 1 Hirten und 1 Pachtschäfer.
1608  Günterberg ist Lehnstück zu Greiffenberg und Wilmersdorf. Die von Sparr und von Buch besitzen die
         meisten Höfe im Dorf.
1664  wurden an der Greiffenburg die Zerstörungen durch den Dreißigjährigen Krieg beseitigt und
         die Befestigungsanlagen ausgebaut.
1674  Einfall der Schweden, die Burg wurde gänzlich zerstört und nie wieder aufgebaut.
1723  Errichtung der neuen Kirche nach Abriss des Vorgängerbaus. Patron ist Graf von Sparr.
1775  Günterberg ist Kirchdorf mit Vorwerk, Mahl- und Schneidemühle, Ziegelei und Krugschank.
1827  Gründung des Vorwerkes Neu Günterberg.
1856  wütete eine große Feuersbrunst im Ort und vernichtete zahlreiche Bauerngehöfte.
1912  Anschluss an das Energienetz.
1933  Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.


1945  In Günterberg wurde zur Zeit des Zweiten 
         Weltkriegs ein Lazarett eingerichtet. Der Krieg
         forderte 52 Menschenleben aus der Gemeinde
         Günterberg - Soldaten, Opfer von Flucht und
         Kampfhandlungen.


1946  Neusiedler und landarme Bauern erhielten Land vom ehemaligen
         Rittergut (Bodenreform).
1955  Einweihung eines Kindergartens.
1956  wurde eine Woche lang ein Fest aus Anlass des 650-jährigen Bestehens gefeiert.



1960  Zusammenschluss aller Klein- und Mittelbauern zu 2 Landwirtschaftlichen 
         Produktionsgenossenschaften (LPG Typ I und III).
1973  Bau einer befestigten Straße durch Günterberg.
1977  Installation der elektrischen Straßenbeleuchtung.
1978  Eröffnung einer neu gebauten Lebensmittelverkaufsstelle (Konsum).
1988  Anschluss an das zentrale Trinkwassernetz.
1998  Schließung der Kindertagesstätte und Nachnutzung als
         Jugendclub.
2000  Bildung der Verwaltungsgemeinschaft Greiffenberg.
2001  Anschluss der Gemeinde Günterberg an das Amt
         Angermünde Land.
2002  Günterberg gibt sich ein eigenes Wappen.
2003  Gemeindegebietsreform - Günterberg wird Ortsteil 
         der Stadt Angermünde.
2006  Beginn der Kirchensanierung,
         Anschluss an die zentrale Abwasserentsorgung, 
         700jähriges Ortsjubiläum,
         Rekonstruktion der Gehwege und der Straßenbeleuchtung.