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Tourismus


Günterberg liegt im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und gehört zum Landkreis Uckermark. Die Uckermark ist vom Erscheinungsbild und von den räumlichen Strukturen her einer der ländlichsten Kreise in Brandenburg. Ihre landschaftliche Mannigfaltigkeit mit weiten hügeligen Feldern, großen zusammen-hängenden Waldgebieten, klaren Seen, Mooren, Brüchen, Flussauen und die große Artenvielfalt machen die Uckermark zu einer bevorzugten Region für einen erlebnisreichen Urlaub in gesunder Umgebung.
Günterberg auf einem Höhenrücken am Rande der großflächigen Niederung, dem Sernitztal, hat einen eigenen Reiz landschaftlicher Schönheit.









Das Gelände der Feuchtwiesen unseres Straßendorfes liegt direkt am Rand der Sernitzniederung, die den Beginn des Sernitz-Welse-Talmoores bildet. Die Wiesen wurden schon im 19. Jahrhundert bewirtschaftet und durch kleine Gräben mit Anschluss an die Sernitz entwässert. Zahlreiche Torfstiche wurden schon vor dieser Zeit angelegt und der Abbau erfolgte bis um 1980. Es leben hier u. a. Uferschwalben, Fasane, große Brachvögel und im Sommer sind zwei Storchennester bewohnt. Der rote Milan zieht nahezu täglich seine Kreise. In dieser einzigartigen Naturlandschaft wachsen viele seltene Pflanzen wie z. B. Kleinorchideen. Die Wegränder und Feldraine sind mit Buschwerk wie Holunder, Schleen, Hagebutten eingerahmt. Besondere Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren findet man auch im alten Schloßpark ("Urwald"). Ein ornithologisches Naturschauspiel bietet sich bei einer Beobachtung des Schilfgürtels!

Wir laden Sie ein, bei Wanderungen im Ort oder in die nahe Umgebung, Sehenswertes kennen zu lernen :

Die Greiffenburg, das älteste als Ruine erhaltene Bauwerk in Günterberg ist eine der herausragenden Sehenswürdigkeiten. Die Burganlage wurde im 13. Jh. am Fluss Sernitz auf einem aufgeschütteten Hügel erbaut. In den historischen Schriften werden die Ritter von Greffenberg genannt. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts wechselten die Besitzer mehrfach, bis die Burg endgültig zu Brandenburg kam. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Familie von Sparr neuer Besitzer. Mit der Entwicklung der Feuerwaffen bot die Burganlage nicht mehr den notwendigen Schutz. Die Familie von Sparr verlagert ihren Wohnsitz vom Burghügel in die Stadt. 1674 wurde beim Einfall der Schweden die Burg gänzlich zerstört und nie wieder aufgebaut. 
                                                                             
                                                                               
Durch das einzigartige historische Ambiente ist die Burgruine ein bevorzugter Ort für die Ausgestaltung von Festen (z. B. Burgfest) und anderen feierlichen Anlässen am Tag oder in der Nacht. In jüngster Zeit machte ein Berliner in einer Sommernacht seiner Angebeteten in der stimmungsvoll erleuchteten Burg einen Heiratsantrag. Die Antwort konnte danach nur Ja sein!

Jüdischer Friedhof
Der jüdische Friedhof befindet sich auf einer kleinen Anhöhe an der B 198 Richtung Schmiedeberg; etwas im Grünen verborgen.
Die Geschichte sagt:
Um 1809 musste aus Platzmangel auf dem jüdischen Friedhof in Angermünde ein neuer Standort als Grabstätte für die jüdischen Bürger gefunden werden. Eine dafür geeignete Fläche auf einem Hügel mit einem weiten Blick bis zum Horizont bot sich dafür an. Durch die spätere Erweiterung des Friedhofes in Angermünde beschränkte sich die Bestattung hier auf nur 15-20 Grabstellen. Heute sind nur noch wenige Fragmente von Grabsteinen bzw. aus Bruchstücken restaurierter Sandsteine - 19. Jahrhundert - zu sehen. Als bleibende Erinnerung an die hier Bestatteten haben 1964 in der DDR lebende Juden einen kleinen Gedenkstein errichtet.

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